Das Wichtigste in Kürze
- Wer ist betroffen?
- Alle, deren Arbeit von Custom GPTs abhängt. Bei fremden GPTs migriert der Anbieter oder ein berechtigter Admin.
- Welche Frist gilt?
- Steht im Hinweis Ihres Ursprungskontos. Enterprise-Termine können abweichen – vorher klären.
- Was wird übertragen?
- Anweisungen, Wissensdateien und verbundene Apps. Das Plugin bündelt sie wiederverwendbar.
- Was bleibt zu tun?
- Custom Actions ersetzen, Ergebnisse testen, Teamzugang prüfen. Erst nach bestandenem Test umstellen.
Wo stehen Sie?
Ich habe eigene GPTs erstellt.
Anweisungen und Dateien prüfen, Änderungen vor der Migration abschließen.
Eigene GPTs vorbereitenUnser Team verwendet mehrere GPTs.
Anwendungen und Verantwortliche erfassen, mit kritischen Abläufen beginnen.
Bestand erfassenIch nutze GPTs anderer Anbieter.
Beim Anbieter nach Ersatz und Zugang fragen, Ausweichweg planen.
Zugang zum Ersatz prüfenIhre Migration in sechs Schritten
Checkliste herunterladen (PDF)Bestand erfassen
Listen Sie alle tatsächlich verwendeten GPTs auf. Notieren Sie Name und Link, Ursprungskonto oder Workspace, Geschäftsaufgabe, verantwortliche Person und Nutzergruppe. Unterscheiden Sie eigene GPTs und Angebote fremder Anbieter.
Beschreiben Sie den Ausfall in einem Satz: Welche Arbeit bleibt liegen, wer ist betroffen und gibt es einen manuellen Ersatz? Vergeben Sie danach eine Priorität, zum Beispiel hoch bei einem täglich benötigten Ablauf ohne Ersatz.
Sichern Sie einige typische Aufgabenstellungen und die erwarteten Ergebnisse als Testgrundlage. Verwenden Sie dafür anonymisierte Beispieldaten. Halten Sie offene Fragen und den gewünschten Umstellungstermin in der Checkliste fest.
Ausgangsstand vorbereiten
Öffnen Sie jeden eigenen GPT im richtigen Konto. Lesen Sie die Anweisungen, prüfen Sie Wissensdateien auf Aktualität und klären Sie, welche Inhalte weiterhin benötigt werden. Halten Sie vorhandene Freigaben und Nutzer fest.
Beenden und veröffentlichen Sie notwendige Änderungen vor der Migration. Benötigte Entwürfe müssen veröffentlicht sein; eine öffentliche Freigabe ist dafür nicht nötig. Prüfen Sie einen möglichen Erstellungsstopp im Hinweis Ihres Workspaces.
Dokumentieren Sie den gewählten Ausgangsstand und offene Lücken. Nach der Migration ist der ursprüngliche GPT schreibgeschützt. Pflegen Sie spätere Änderungen am Plugin.
Schnittstellen klären
Erfassen Sie jede Verbindung zu externen Systemen: Welche Daten werden gelesen, welche Datensätze verändert und mit welchem Konto? Custom Actions sind individuell konfigurierte Aufrufe externer Schnittstellen. Sie werden bei der Migration nicht automatisch übertragen.
Prüfen Sie für jede Custom Action, ob eine verfügbare App die benötigten Aufgaben abdeckt. Andernfalls kann ein eigener MCP-Server nötig sein – ein technischer Dienst, der dem KI-System definierte Werkzeuge und Daten bereitstellt. Verfügbarkeit, Berechtigungen und Einrichtung sind gesondert zu klären.
Notieren Sie bei jedem Ersatz unterstützte Funktionen, fehlende Funktionen, die verantwortliche Person und einen Test ohne echte Geschäftsauswirkung. Eine nachgebaute Verbindung kann einen anderen Funktionsumfang haben. Auch übernommene Apps benötigen weiterhin eigene Zugangsrechte und gegebenenfalls eine Anmeldung.
Migration durchführen
Melden Sie sich im Ursprungskonto oder Workspace an. Prüfen Sie den eingeblendeten Hinweis, Plugin-Verfügbarkeit und Ihre Berechtigung. Migrieren kann der Ersteller; in Enterprise zusätzlich ein Workspace-Administrator, wenn der Zugang freigeschaltet ist. Reine Nutzer eines GPTs können ihn nicht migrieren.
Öffnen Sie „My GPTs“ (Ihre GPTs). Wählen Sie beim gewünschten GPT „Migrate to plugin“, sobald diese Option verfügbar ist. Lesen Sie die angezeigten Migrationsdetails und folgen Sie den Schritten zum Erstellen des Plugins. Fehlt die Option, nutzen Sie die Prüfschritte im Hilfebereich unten.
Kontrollieren Sie anschließend die Inhalte: Aus den GPT-Anweisungen wird ein Skill, also eine wiederverwendbare Arbeitsanweisung. Wissensdateien werden zu Referenzdateien; verbundene Apps werden dem Plugin hinzugefügt. Custom Actions und die bisherige Modellwahl werden nicht übernommen. In Enterprise gelten die dortigen Modellvorgaben.
Das neue Plugin startet privat. Migration installiert es nicht automatisch und überträgt keine bisherigen Freigaben. Der ursprüngliche GPT bleibt bis zum geltenden Einstellungstermin nutzbar, ist aber schreibgeschützt. Die eingebaute Enterprise-Migration benötigt nicht die Rechte „Upload plugins“ oder „Upload plugins with custom MCP servers“; ein gesonderter Integrationsaufbau kann weitere Rechte erfordern.
Arbeitsablauf testen
Führen Sie dieselben anonymisierten Aufgaben mit dem bisherigen GPT und dem Ersatz aus. Nutzen Sie typische Fälle und mindestens einen schwierigen Fall mit fehlenden oder widersprüchlichen Angaben. Legen Sie vorher fest, was ein brauchbares Ergebnis enthalten muss.
Prüfen Sie, ob der richtige Skill verwendet wird, Anweisungen eingehalten werden, Referenzdateien einfließen und Antworten oder Dateien das verlangte Format haben. Abweichende Formulierungen können akzeptabel sein; erfundene Fakten, fehlende Pflichtangaben oder falsche Datenänderungen sind es nicht.
Testen Sie Verbindungen separat mit Testdaten und minimalen Rechten. Kontrollieren Sie bei Schreibzugriffen den tatsächlich betroffenen Datensatz und unerwünschte Nebenwirkungen. Halten Sie Testdatum, Ergebnis, Fehler und Nachbesserung fest; wiederholen Sie fehlgeschlagene Fälle nach der Korrektur.
Team umstellen
Teilen Sie das geprüfte Plugin mit den vorgesehenen Personen und lassen Sie eine davon den Zugang testen. In Enterprise sind „Share plugins“ für Personen oder Gruppen und „Publish plugins to workspace“ für das Workspace-Verzeichnis getrennte Rechte. Eine öffentliche Bereitstellung persönlicher Plugins erfordert einen separaten Einreichungsprozess.
Öffnen Sie im vorgesehenen Konto das Plugin-Verzeichnis, wählen Sie das Plugin, prüfen Sie enthaltene Apps und wählen Sie „Install plugin“, sofern angezeigt. Folgen Sie gegebenenfalls „Connect“ und melden Sie sich beim richtigen Anbieter-Konto an. Manche Apps benötigen keine eigene Anmeldung oder verwenden eine vom Administrator eingerichtete Verbindung. Eine Kennzeichnung „Desktop only“ verlangt die Desktop-App.
Prüfen Sie in Enterprise „Use plugins“ und eine Richtlinie, die die Installation erlaubt oder automatisch durchführt. Installation, Plugin-Freigabe und App-Berechtigungen sind getrennte Voraussetzungen. Sie erweitern nicht die Zugriffsrechte auf Daten im verbundenen System.
Lassen Sie ein Teammitglied eine echte typische Aufgabe mit geeigneten Testdaten ausführen. In ChatGPT lässt sich ein installiertes Plugin unter anderem per @-Erwähnung oder über die verfügbaren Optionen im Eingabefeld auswählen. Je nach Oberfläche heißen diese „+“, „More“ oder „Plugins“; in einer unterstützten Codex-Aufgabe „Sources“ → „Use plugins“. Die automatische Skill-Auswahl greift nicht zwingend bei jeder Anfrage.
Aktualisieren Sie interne Links und kurze Arbeitsanweisungen. Benennen Sie eine zuständige Person für Pflege und Fehler, legen Sie den Umstellungstermin fest und kontrollieren Sie danach die tatsächliche Nutzung. Bleibt ein kritischer Test offen, nutzen Sie den vereinbarten Ausweichweg und halten Sie die Entscheidung fest.
Beispieltests für Ihre Abnahme
Diese Beispiele helfen Ihnen bei der eigenen Prüfung. Sie zeigen keine nachgewiesenen Kundenprojekte.
Kundenanfrage mit fehlenden Angaben
- Aufgabe
- „Wir brauchen eine Lösung für unser Team. Bitte schicken Sie ein Angebot.“
- Erwartung
- Der Assistent fragt nach Aufgabe, Nutzerzahl und Rahmenbedingungen.
- Bestanden, wenn …
- die offenen Angaben gezielt erfragt werden und keine erfundenen Fakten oder Zusagen im Ergebnis stehen.
Angebotsentwurf ohne freigegebene Preise
- Aufgabe
- Geben Sie einen klaren Leistungswunsch ohne freigegebene Preisliste vor.
- Erwartung
- Der Entwurf kennzeichnet offene Preise und Bedingungen. Eine verantwortliche Person entscheidet über den Versand.
- Bestanden, wenn …
- keine Preise oder Lieferzusagen erfunden werden und das vereinbarte Ausgabeformat eingehalten wird.
Genau einen Datensatz aktualisieren
- Aufgabe
- Lassen Sie in einem Testsystem ein erlaubtes Feld einer eindeutigen Test-ID ändern.
- Erwartung
- Nur das vorgesehene Feld dieses Datensatzes wird aktualisiert.
- Bestanden, wenn …
- andere Daten unverändert bleiben und auch bei unbekannter ID oder fehlenden Rechten keine ungewollte Schreibaktion erfolgt.
Wenn Sie nicht weiterkommen
Termine und Geltungsbereich
Angekündigter Termin: 11. Dezember 2026
Die aktuelle OpenAI-Dokumentation für ChatGPT Edu nennt den 11. Dezember 2026 als geplanten Einstellungstermin. Daraus folgt keine bestätigte Frist für jedes Konto und jeden Tarif. Maßgeblich ist der Hinweis im Workspace, in dem der GPT erstellt wurde.
Enterprise: Termine im Workspace bestätigen
Die aktuelle Migrationsanleitung nennt keine einheitlichen Kalenderdaten für Erstellungsstopp oder mögliche Aufschübe. Prüfen Sie die Mitteilung für Ihren Workspace mit Ihrem Administrator oder OpenAI-Ansprechpartner. Veröffentlichen Sie benötigte Entwürfe, solange dies möglich ist; eine öffentliche Freigabe ist dafür nicht nötig.
Migration und Betriebsfähigkeit getrennt planen
Prüfen Sie das Ursprungskonto auch bei GPTs fremder Anbieter. Plugins müssen freigeschaltet sein und die Migration setzt einen veröffentlichten GPT sowie Ersteller- oder Administratorrechte voraus. Laut aktueller Anleitung bleibt Migration nach der Einstellung möglich; der GPT selbst läuft dann nicht mehr. Testen Sie den Ersatz deshalb vor der für Sie geltenden Frist.
Warum fehlt die Migrationsoption?
Prüfen Sie zuerst das Ursprungskonto, den Hinweis am GPT und die Plugin-Verfügbarkeit. Stellen Sie fest, ob der GPT veröffentlicht ist und Sie Ersteller oder berechtigter Enterprise-Administrator sind. Ein vergangenes Zieldatum beweist keine Freischaltung. Sind die Voraussetzungen erfüllt, lassen Sie den Administrator die Plugin-Einstellungen prüfen beziehungsweise wenden Sie sich an OpenAI Support.
Warum hat ein Teammitglied keinen Zugang?
Das Ersatz-Plugin beginnt privat; bisherige GPT-Freigaben werden nicht übernommen. Prüfen Sie Konto, konkrete Plugin-Freigabe, Installation und in Enterprise „Use plugins“ sowie die Installationsrichtlinie. Lassen Sie die betroffene Person den Ersatz selbst öffnen. Klären Sie App-Zugriffe anschließend separat.
Warum benötigt eine Verbindung zusätzliche Einrichtung?
Custom Actions werden nicht übertragen. Prüfen Sie, ob es sich um eine solche Aktion oder eine enthaltene App handelt. Bei einer App kontrollieren Sie deren Setup, Anmeldung und Rechte; ein App-Template kann zuerst eine Einrichtung durch den Administrator benötigen. Bei einer Custom Action prüfen Sie eine passende App oder einen gesondert einzurichtenden MCP-Server und testen den benötigten Funktionsumfang.
Was tun bei abweichenden Ergebnissen?
Wiederholen Sie denselben Test und vergleichen Sie Anweisungen, verwendete Referenzen, Skill-Auswahl, Ausgabeformat und Werkzeuge. Die frühere Modellwahl wird nicht übernommen. Korrigieren Sie den Ersatz und testen Sie erneut. Bei geschäftlich relevanten Fehlern bleibt der Ablauf bis zur erfolgreichen Prüfung im manuellen Ausweichverfahren.

